Sommerlehrgang am Ruhlesee bei Berlin
Mitte Juni fuhren vier Karateka und ein Hund von Shingitai Stuttgart an den Ruhlesee, nordöstlich von Berlin. Dort fand der vom Zan Shin Kai-Dōjō in Berlin organisierte Sommerlehrgang statt – das zehnte Jahr in Folge! Freitagnachmittag bis Sonntagmittag verbrachten wir gemeinsam im Feriendorf Dorado am Ruhlesee, übten Karate, aßen und tranken gut und tauschten uns aus. Das sommerliche Badewetter der letzten Jahre stellte sich an dem Wochenende leider nicht ein. Dafür waren allerdings die Temperaturen ideal zum Trainieren, und durch ein liebevoll gepflegtes Lagerfeuer konnten wir am Samstagabend trotz der Kühle lange und schön beieinandersitzen und reden.

Gruppenfoto
Bild: MartinDie Trainingseinheit am Freitagabend für die Dan-Anwärter und Dan-Träger unterrichtete Carlos Molina Sensei. Er betonte die Grundschule, wir übten tenshin happō mit weichen Bewegungen, die aus der Rotation der Hüfte hervorgehen. Am Ende liefen wir die Kata Matsukaze.
Die beiden Trainingseinheiten am Samstag wurden wir von Anselm Stahl Sensei unterrichtet. Auch er betonte den Start von Bewegungen aus der Hüfte, am Beispiel des kiri kaeshi, wo man zuerst das vordere Bein etwas zu sich anzieht, um dann mit Schwung einen ganzen Schritt vorwärts zu gehen. Das Ganze übten wir spielerisch und paarweise und versuchten dabei, die Bewegung im ganzen Körper bewusster zu vollziehen, anstatt uns zu stark auf die Arme und Hände zu konzentrieren. Am Ende liefen wir die Katas Bassai Dai und Tomari no Bassai.
Am Sonntagvormittag unterrichtete uns schließlich Sabine Kita Sensei. Wir übten die Kata Nipaipo mit einem Fokus auf fließende, nicht abgehackte Bewegungen. Dabei betonte Kita Sensei das Arbeiten auf einer Linie und den gedanklichen Fokus nach vorne. Am Ende demonstrierten die höheren Dan-Träger die Bunkai der Kata.
Nach zwei intensiven Karatetagen traten wir die Heimfahrt an. Ich habe wieder viel gelernt und mitgenommen. Herzlichen Dank an die Senseis für die interessanten Unterrichtseinheiten, und an das Zan Shin Kai-Dōjō und alle, die vor Ort so fleißig geholfen haben!